Goldexperte Speck prognostiziert 15.000-Dollar-Marke und warnt vor Inflationstrends

Rohstoffanalyst Dimitri Speck äußert sich optimistisch zu den langfristigen Aussichten für Gold und rechnet mit einer deutlichen Aufwertung. In einem Gespräch mit Andre Stagge erläutert der Experte, dass sich der Goldpreis aus heutiger Perspektive von aktuell 4.706 Dollar auf 15.000 Dollar bewegen könnte.
Speck begründet diese Prognose mit seiner Erwartung steigender Inflationsraten in den kommenden Jahren. Da Papiergeldwerte unter Druck geraten dürften, sieht er Anleger vermehrt in alternative Vermögenswerte ausweichen – allen voran Gold. Auf einem Fünf- bis Zehnjahreshorizont rechnet Speck damit, dass sich der Goldpreis inflationsbereinigt verdrei- bis vervierfachen könnte.
Unterbewertung bei privaten Anlegern
Ein wesentlicher Aspekt seiner Analyse: Während Zentralbanken bislang als Hauptkäufer von Gold aufgetreten sind, sieht Speck bei Privatanlegern und Vermögensverwaltern noch erhebliches Nachholpotenzial. Diese Gruppen sind seiner Ansicht nach deutlich unterinvestiert in das Edelmetall.
Speck widerspricht zudem einem weit verbreiteten Missverständnis: Die Vorstellung, dass steigende Zinsen automatisch zu fallenden Goldpreisen führen, hält er für historisch falsch. Tatsächlich zeigt sich Gold in Phasen hoher Inflation – und damit verbundener höherer Zinsen – typischerweise widerstandsfähig oder steigend.
Rohstoff-Superzyklus im Anmarsch?
Neben Gold prognostiziert Speck einen möglichen Superzyklus bei Rohstoffen allgemein. Jahrzehnte lang seien Explorations- und Investitionstätigkeiten bei Öl, Kupfer und anderen Rohstoffen vernachlässigt worden. Dies habe zu einem massiven Nachholbedarf geführt, der sich über die nächsten 10 bis 20 Jahre bemerkbar machen dürfte.
Diese Einschätzung deckt sich mit Positionen führender Wall-Street-Strategen. Michael Hartnett von der Bank of America äußerte sich kürzlich ähnlich optimistisch zu Rohstoffaktien als aufkommender Megatrend. Hartnett identifiziert mehrere Katalysatoren: ein geopolitischer Wettstreit um Ressourcen, steigende Rüstungsausgaben weltweit, der Investitionsboom im Bereich künstliche Intelligenz sowie Anstrengungen zur Bekämpfung der Wohnungsknappheit. Diese Faktoren zusammen könnten Rohstoffe zum „neuen Bullenmarkt" machen.
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