Donnerstag, 21. Mai 2026

Asiatische Märkte im Kaufrausch – Iran-Risiken schneller abgehakt als erwartet

7. Mai 2026
Asiatische Märkte im Kaufrausch – Iran-Risiken schneller abgehakt als erwartet
Asiatische Märkte im Kaufrausch – Iran-Risiken schneller abgehakt als erwartet

Die Aufwärtsbewegung an asiatischen Börsen nimmt derzeit beeindruckende Ausmaße an. Der MSCI Asia Pacific Index verzeichnet heute einen Zuwachs von 2,07 Prozent – eine Bewegung, die für einen so breiten Marktindex bemerkenswert ist und die gegenwärtige Dynamik unterstreicht.

In Südkorea erreichte der KOSPI-Index intraday mit 7.531 Punkten ein neues Allzeithoch und schloss mit einem Plus von 1,43 Prozent. Die Dynamik ist jedoch in Japan noch ausgeprägter. Der Nikkei 225 erklomm intraday die Marke von 63.228 Punkten und notiert mit einem Tagesgewinn von 5,8 Prozent. Besonders hervorzuheben ist die Softbank-Aktie, die mit einem Anstieg von 18 Prozent die Gewinnerseite anführt. Ein Teil dieser Bewegung lässt sich auf Nachholbedarf zurückführen, da die Tokioter Börse aufgrund von Feiertagen mehrere Tage geschlossen war.

Der Blick auf die längerfristige Entwicklung seit Ende Februar offenbart ein spannendes Bild. Seit dem Ausbruch der Konflikte im Iran haben sich die regionalen Märkte unterschiedlich entwickelt: Japan legte um sieben Prozent zu, Chinas breiter Markt in Shanghai um 3,6 Prozent. Die deutlich stärkeren Performer sind Taiwan mit einem Plus von 24,6 Prozent und Südkorea mit 20,5 Prozent – beeindruckende Gewinne innerhalb von gerade neun Wochen.

Die Kursentwicklung erzählt eine aussagekräftige Geschichte. Zunächst dominierten Unsicherheiten und Risikoaversion die Märkte. Ab April jedoch verschwand diese Vorsicht zusehends und machte einer anderen Erzählung Platz. Diese neue Dynamik wird von der Künstliche-Intelligenz-Euphorie getrieben. Die asiatischen Aktienmärkte signalisieren damit unmissverständlich: Das wirtschaftliche Risiko durch den Iran-Konflikt wird als gelöst oder zumindest als managebar erachtet. Jüngste Meldungen über Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran stützen diese Wahrnehmung, wobei die Nachrichtenlage weiterhin unklar bleibt und sich jederzeit wieder verschieben könnte.

Die Technologieunternehmen der Region liefern derzeit die Impulse. Samsung, Taiwan Semiconductor, SK Hynix und weitere asiatische Tech-Konzerne präsentierten in den vergangenen Wochen beachtliche Quartalsresultate. Noch bedeutsamer sind allerdings die positiven Geschäftsausblicke, die diese Zahlen begleiteten. Diese KI-Euphorie überlagert gegenwärtig alle anderen Überlegungen und treibt die Rally weiter an. Die Höhe möglicher Korrekturbewegungen nimmt damit kontinuierlich zu.

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